KONTEXT

Arbeitsstress kann definiert werden als ein negativer „psychologischer und physischer Zustand, der entsteht, wenn die Ressourcen des Individuums nicht ausreichen, um mit den Anforderungen und dem Druck der Situation fertig zu werden“ (Michie, 2002). Im Jahr 1998 veröffentlichte die WHO eine Reihe von Richtlinien und Fallstudien, um das Konzept der gesundheitsfördernden Universität zu fördern. Darin wurde festgestellt, dass die Universität eine zentrale Rolle bei der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden junger Menschen spielen könnte und sollte. Der Anstieg von psychischen Belastungen und psychischen Erkrankungen in dieser Kohorte in den letzten Jahren (Hartrey, Denieffe und Wells, 2017) unterstreicht die Bedeutung von Hochschuleinrichtungen, die so positioniert sind, dass sie die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen sowohl fördern als auch unterstützen. So fordert beispielsweise der Europäische Pakt für psychische Gesundheit (2008), dass Bildungseinrichtungen „Programme zur Frühintervention im gesamten Bildungssystem sicherstellen“, „die Integration sozio-emotionalen Lernens in den Lehrplan fördern“ und im Kontext der Arbeitsumgebung „Programme zur psychischen Gesundheit und zum Wohlbefinden mit Risikobewertung und Präventionsprogrammen für Situationen, die negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer haben können, umsetzen“.

ZIELE

SSTeMM zielt darauf ab, eine für den Endnutzer(die wir als Praktikumsstudenten, Praktikumsmentoren, gastgebende Industrie und Hochschulmitarbeiter definieren), zugängliche digitale, mobile Plattform zu entwickeln, die gezielte berufsbezogene Bildung, Kompetenztraining und Lernmöglichkeiten zur Selbstreflexion bietet. Studenten und Mentoren sollen mit dem Wissen, den Fähigkeiten und den Kompetenzen ausgestattet werden, die sie benötigen, um berufliche Stressoren (sowohl persönliche als auch umweltbedingte) zu bewältigen. Der Fokus liegt auf einer Pädagogik, die persönliche Fähigkeiten entwickelt, um Resilienz aufzubauen, die die Bindung an die Hochschule unterstützt, das Engagement der Studierenden bei Praktika außerhalb der Hochschule verbessert und die Studierenden mit verstärkten Fähigkeiten und Kompetenzen ausstattet, die ihr persönliches Wohlbefinden verbessern, sobald sie nach dem Abschluss/der Qualifikation in die Welt der Vollzeitbeschäftigung eingetreten sind.

ANFORDERUNGEN

Bislang wurden im Bereich der Ausbildung von Krankenschwestern und -pflegern Fragen des Stresses am Arbeitsplatz für Schüler und deren Auswirkungen auf das Engagement und Verhalten nach der Ausbildung sowohl auf nationaler als auch auf gesamteuropäischer Ebene zu wenig erforscht und ineffektiv behandelt. Die Literatur, die sich hauptsächlich auf Großbritannien und Irland konzentriert, hat sich auf die Beschreibung der Erfahrungen konzentriert, anstatt die Auswirkungen auf das Verhalten nach der Ausbildung zu erforschen, insbesondere in Bezug auf den Verbleib und was in Bezug auf die Ausbildung vor dem Studium/vor der Ausbildung und die Entwicklung von Fähigkeiten notwendig ist.

ZIELGRUPPEN

SSTeMM zielt in erster Linie darauf ab, die Fähigkeiten von Krankenpflegeschülern im Praktikum zu verbessern, um ihre arbeitsbezogenen Stressoren besser zu bewältigen. Es werden jedoch auch andere Gruppen angesprochen. So werden klinische Mentoren und akademisches Personal im Hinblick auf die Bereitstellung von Schulungsmaterialien angesprochen, und wir unterstellen, dass sie selbst von diesen Schulungsmaterialien in Bezug auf den Umgang mit ihrem eigenen Stress profitieren. Arbeitgeber und Hochschulen sind ebenfalls Zielgruppen für die beratende Entwicklung und die Nutznießer, d.h. die Bindung von Mitarbeitern und die Reduzierung von Fehlzeiten. Politische Entscheidungsträger in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung, Beschäftigung (sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene) und Arbeitgebervertreter werden in Bezug auf weiterreichende Fragen der Befähigung von Studenten in Bezug auf Stressmanagement angesprochen. In diesem Zusammenhang werden europäische Agenturen wie die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ein direktes Interesse an dem Prozess und den Ergebnissen des SSTeMM-Projekts haben

WARUM SOLL DAS PROJEKT TRANSNATIONAL DURCHGEFÜHRT WERDEN?

Die Krankenpflege ist einer der mobilsten reglementierten Berufe, was die Mobilität der Arbeitskräfte in Europa und sogar weltweit betrifft. Die Krankenpflege ist außerdem sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene in Bezug auf die Gleichwertigkeit der Anerkennung von Ausbildung und Approbation zwischen den EU-Staaten geregelt. Dies legt nahe, dass eine paneuropäische Zusammenarbeit sowohl gerechtfertigt als auch wünschenswert wäre und sich sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene in Form von Änderungen der Curricula niederschlagen würde. In diesem Zusammenhang wird SSTeMM das adressieren, was anerkanntermaßen erhebliche Kosten für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung der Europäischen Union sowie Kosten für ihre Wirtschaft verursacht, und gleichzeitig nachweislich politische Initiativen der EU wie „Engaging, Connecting and Empowering young people: a new EU Youth Strategy“ (Europäische Kommission, 2018) unterstützen. Durch kollaborative transnationale Zusammenarbeit, Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Hochschulen und Unternehmenspartnern wird SSTeMM einen vernetzten Ansatz aufbauen, der die Perspektiven des klinischen/wirtschaftlichen Sektors in den teilnehmenden Ländern einschließt, um Kompetenzdefizite im Umgang mit beruflichem Stress bei dieser Studierendenkohorte und ihren Mentoren am Arbeitsplatz zu beheben. In diesem Zusammenhang werden die Ergebnisse auf den breiteren Hochschulsektor in der gesamten EU verallgemeinert, indem Ansätze identifiziert werden, die bei der Bindung von Studierenden helfen und zu einer unterstützenden gesamteuropäischen Hochschulbildung beitragen.

Projekt partner

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